Hallo, ich bin Carsten.
Als promovierter Arzt mit langjähriger Berufserfahrung, Hypnosetherapeut und Ausbilder für therapeutische Hypnose verbinde ich moderne hypnotherapeutische Verfahren mit medizinischem Fachwissen.
Meine Schwerpunkte liegen auf Selbstwertthemen, Ängsten und Phobien sowie auf der hypnotherapeutischen Begleitung von Menschen mit belastenden oder traumatischen Erfahrungen – zum Beispiel nach sexuellem Missbrauch, körperlicher oder psychischer Gewalt oder bei posttraumatischen Belastungsreaktionen. Diese Schwerpunkte schließen andere Themen jedoch nicht aus.
Ich bin Mitglied im Deutschen Verband für Hypnose e. V. sowie im Berufsverband der Hypnosetherapeuten e. V. und integriere bei Bedarf Elemente aus NLP, Time-Line-Arbeit und gesprächsorientierten Verfahren, um die hypnotherapeutische Arbeit sinnvoll zu ergänzen.
Der Moment am Kaffeeautomaten, der alles veränderte
Vielleicht kennst du diesen Moment, in dem plötzlich klar wird: So kann es nicht weitergehen.
Ein solcher Moment ereignete sich für mich an einem völlig
unscheinbaren Ort: am Kaffeeautomaten des Krankenhauses, in dem ich damals als
Arzt arbeitete.
Es war die 21. Stunde einer 24-Stunden-Schicht, und ich
versuchte meinen übermüdeten Kopf mit einer Dosis Koffein wachzuhalten, bevor
es weiter zum nächsten Patienten ging. Während ich darauf wartete, dass der
Automat den dampfenden Kaffee ausspuckte, meldete sich wieder ein Gedanke, der
mich seit Monaten begleitete:
„Ist es wirklich das, was ich mein restliches Leben lang
machen möchte?“
Ich hatte schon immer den tiefen Wunsch, Menschen zu helfen.
Arzt zu werden war für mich eine Berufung, und ich hatte viele Jahre darauf
hingearbeitet. Doch der Klinikalltag hatte mich eines Besseren belehrt. Trotz
endloser Schichten blieb kaum Zeit für die Menschen hinter den Symptomen, oft
nur wenige Minuten pro Patient. Kurze Anamnese, schnelle Untersuchung, akute
Beschwerden lindern, Medikamente verschreiben und dokumentieren. Und das oft
bis an die Grenze der eigenen Belastbarkeit.
Mit der Tasse in der Hand stand ich vor diesem brummenden Automaten und spürte, dass sich etwas verändern musste.
Die Sehnsucht zu helfen
Gleichzeitig spürte ich weiterhin diesen starken Wunsch, meinen Patientinnen und Patienten wirklich zu helfen. Nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Immer wieder hatte ich erlebt, wie sehr ungelöste emotionale Belastungen die Gesundheit und den Genesungsprozess beeinflussen können.
Doch ich befand mich in einem System, das vor allem auf Effizienz, Abläufe und die Behandlung körperlicher Symptome ausgerichtet war. Für eine umfassendere, ganzheitliche Begleitung blieb kaum Raum. Ich musste mich auf das Offensichtliche konzentrieren, auf die körperliche Ebene. Emotionale Aspekte spielten im klinischen Alltag damals nur eine untergeordnete Rolle.
Was sollte ich also tun? Sollte ich wirklich alles aufgeben, wofür ich so viele Jahre gearbeitet hatte?
In diesem Moment trat ein geschätzter Kollege an meine Seite und riss mich aus meinen Gedanken. Er erzählte begeistert von einem Hypnose-Seminar, an dem er wenige Tage zuvor teilgenommen hatte.
Seine Worte machten mich neugierig. Hypnose? Als Arzt? Funktioniert das wirklich? Er berichtete davon, wie intensiv er das Seminar erlebt hatte und wie sehr es ihn persönlich berührt und verändert hatte.
Drei Stunden später, auf dem Heimweg, war ich wie so oft noch gedanklich bei der Arbeit. Ich fragte mich, ob ich wirklich jeden Patienten richtig diagnostiziert hatte, ob ich etwas übersehen oder jemandem nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt hatte.
Doch dieses Mal mischte sich etwas Neues in meine Gedanken. Immer wieder tauchte das Gespräch mit meinem Kollegen auf – und je länger ich darüber nachdachte, desto mehr ließ mich das Thema Hypnose nicht mehr los.
Zu Hause angekommen ertappte ich mich dabei, wie ich nach den nächsten Seminarterminen suchte. Und tatsächlich: Zwei Wochen später sollte eines ganz in der Nähe stattfinden.
Ich zögerte kurz. Doch was hatte ich außer einem freien Wochenende schon zu verlieren?
Ich atmete tief ein und klickte auf den Button.
Das Seminar war gebucht.
Das Wochenende, das alles veränderte
Ein grundlegender Wandel
Zwei Wochen und drei Tage später stand ich wieder am Kaffeeautomaten. Er brummte wie gewohnt vor sich hin, während die Neonlichter ihr kühles Licht in den Raum warfen. Rein äußerlich war alles wie immer, derselbe Raum, dieselbe Routine. Doch in mir hatte sich etwas verändert.
Es ist schwer, Entwicklungen in Worte zu fassen, die auf einer so persönlichen Ebene stattfinden. Ich nahm mich selbst als freier, ruhiger und klarer wahr als zuvor. Viele der Gedanken und Emotionen, die mich lange begleitet hatten, wirkten weniger belastend. Es war, als hätte sich innerlich etwas neu sortiert.
Das Hypnose-Seminar hatte in kurzer Zeit innere Prozesse angestoßen, die ich in dieser Form nicht erwartet hätte. Während meiner zahlreichen Fortbildungen zum Thema Persönlichkeitsentwicklung und Trauma-Heilung hatte ich viel gelernt. Doch durch die Arbeit mit dem Unterbewusstsein fühlte es sich an, als hätte sich für mich ein Schalter auf Gefühlsebene umgelegt.
Und mir war auch sofort klar, warum: Hypnose kann Zugänge zu inneren Ebenen eröffnen, die mit rein kognitiven Ansätzen oft verborgen bleiben. Sie schafft Raum für neue Erfahrungen, neue Gefühle und neue Perspektiven.
Mit der Tasse in der Hand stand ich wieder vor diesem Automaten und wusste, dass ich diesem Weg weiter folgen wollte. Nicht nur für mich selbst, sondern auch für die Menschen, die ich künftig begleiten würde.
Kurz darauf traf ich die Entscheidung, meine Krankenhauskarriere hinter mir zu lassen und eine eigene Praxis für Hypnosetherapie zu eröffnen.
Von den Besten lernen
Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, dann mache ich es
gründlich. Mein Ziel war klar: Ich wollte Hypnosetherapie sicher beherrschen,
um meine Patientinnen und Patienten bestmöglich unterstützen zu können.
Also suchte ich weltweit nach erfahrenen und angesehenen
Hypnose-Experten und investierte viel Zeit, Geld und Energie in zahlreiche Aus-
und Weiterbildungen.
Dieser Weg war nicht immer einfach, denn im
unübersichtlichen Ausbildungsdschungel dauerte es eine Weile, bis ich einen
klaren Überblick über die verschiedenen hypnotherapeutischen Ansätze gewann und
erkannte, welche sich in der praktischen Arbeit immer wieder aufs Neue
bewähren.
Mit der Zeit wurde immer deutlicher, welche Methoden und
Techniken meinen eigenen therapeutischen Stil prägen würden. Ich habe sie
fortlaufend vertieft, verfeinert und an die Bedürfnisse meiner Patientinnen und
Patienten angepasst.
Schließlich eröffnete ich meine erste Praxis für Hypnosetherapie in Essen, später eine weitere in München. Endlich konnte ich so arbeiten, wie es mir immer vorgeschwebt hatte: mit Zeit, Tiefe und einem klaren Fokus auf das individuelle Erleben jedes einzelnen Menschen.





