Essen und Emotionen: 90 % übersehen den Schlüssel zum Gewichtsverlust.

Die meisten Diäten scheitern, weil sie die emotionalen Aspekte des (übermäßigen) Essens nicht berücksichtigen.

Millionen von Menschen schwören am 31.12., im neuen Jahr ihr Gewicht zu reduzieren. Die Absichten sind gut, die Ergebnisse hingegen meistens nicht. Schätzungen zufolge gelingt es nicht einmal acht Prozent, ihre guten Neujahrsvorsätze auch tatsächlich umzusetzen.

Das liegt jedoch nicht immer nur daran, dass wir es gar nicht erst versuchen. Selbst wenn es anfangs gelingt, das Körpergewicht ein wenig zu reduzieren, kehrt es normalerweise recht schnell zurück. Studien zeigen, dass fast zwei von drei Personen, die fünf Prozent ihres Gesamtgewichts verloren haben, anschließend wieder zunehmen. Meist wiegen sie nachher sogar noch mehr als zuvor. Je mehr Gewicht sie verlieren, desto geringer sind statistisch gesehen ihre Chancen, das reduzierte Gewicht auch dauerhaft zu halten.

Das ist nicht überraschend. Die meisten Menschen konzentrieren sich ausschließlich auf die körperlichen Aspekte des Gewichtsverlusts wie Ernährung und Bewegung. Aber es gibt auch eine emotionale Komponente beim Essen, die die überwiegende Mehrheit der Menschen einfach übersieht und die ihre Bemühungen schnell sabotieren kann. Eine Umfrage unter mehr als eintausend Personen brachte zutage, dass 31 Prozent der Befragten Bewegungsmangel als das größte Hindernis für nachhaltigen Gewichtsverlust ansehen. Rund 26 Prozent gaben an, dass die Art der zugeführten Lebensmittel dafür verantwortlich sei, ob man zunehme oder abnehme, und 17 Prozent sagten, dass sie die hohen Kosten für einen gesunden Lebensstil an einer erfolgreichen Gewichtsreduktion hindern würden. Weitere 12 Prozent gaben an, dass das größte Hindernis für den dauerhaften Gewichtsverlust der hierfür notwendige Zeitaufwand sei. Nur jeder Zehnte (!) hingegen hielt das psychische Wohlbefinden für einen entscheidenden Faktor.

Das erklärt, warum sich viele mit der Gewichtsreduktion so schwertun. Um Gewicht zu verlieren und es langfristig fernzuhalten, müssen wir mehr tun als nur an unserem Ess- und Bewegungsverhalten arbeiten. Wir müssen auch berücksichtigen, warum wir essen. Schon in jungen Jahren werden unsere Emotionen an das Essen gebunden. Eltern geben Kindern oft Leckereien, um sie zu trösten und für gutes Benehmen zu belohnen. Die meisten Feiern konzentrieren sich auf das Essen, und freudige Ereignisse werden mit dem Teilen von Kuchen zelebriert.

Selbst der bloße Geruch bestimmter Lebensmittel, wie Kekse im Ofen der Großmutter, kann starke emotionale Verbindungen herstellen, die ein Leben lang anhalten. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, wir sind darauf konditioniert, Lebensmittel nicht nur zur Ernährung, sondern auch zum Wohlfühlen zu uns zu nehmen. Das ist nicht unbedingt eine schlechte Sache, solange wir uns dessen bewusst sind und angemessen damit umgehen.

Unser Belohnungssystem im Gehirn begünstigt Befriedigung durch Essen

Immer wenn unser Gehirn aus irgendeinem Grund Freude wahrnimmt, reagiert es auf die gleiche Weise. Egal, worauf die Freude beruht (sei es auf einer bestandenen Prüfung, einer romantischen Begegnung, der Zufuhr von Drogen oder der Aufnahme von Zucker bzw. einer leckeren Mahlzeit), im Gehirn kommt es dabei zur Ausschüttung sogenannter Glückshormone, wie dem Neurotransmitter Dopamin. Das ist ein natürlicher Prozess und zunächst einmal nichts Schlechtes. Problematisch jedoch wird es, wenn wir (bewusst oder unbewusst) anfangen, Lebensmittel zu unserem festen Belohnungssystem zu machen bzw. zur Verminderung von negativen Gefühlen zu uns zu nehmen. Der Zusammenhang zwischen emotionalen Problemen wie Stress, Angst und Depression sowie einem erhöhten Körpergewicht (bestimmt über den sog. Body-Mass-Index (BMI)) ist hinreichend bekannt und wurde bereits vielfach untersucht. Wer kennt es nicht, dass man nach einem schlechten Tag erst einmal zum Kühlschrank geht oder versucht, eine schlechte Nachricht mit einem extragroßen Eisbecher zu versüßen? Gelegentlich ist das völlig okay. Häufig jedoch, besonders, wenn man sich der zugrunde liegenden Mechanismen nicht bewusst ist, sinkt mit der Zeit die Toleranzschwelle und man greift immer schneller zu Nahrungsmitteln zur Stimmungsaufhellung. Das Problem hierbei: Die befriedigende Wirkung von Essen hält nicht lange an. Die Neurotransmitter (Botenstoffe des Gehirns) wirken ohne regelmäßigen Nachschub, also ohne anhaltenden Grund zur Freude (wie die schönen Gedanken, wenn man frisch verliebt ist), nur wenige Augenblicke. Schon bald meldet sich stattdessen das schlechte Gewissen wegen des übermäßigen Essens. Hinzu kommen Selbstvorwürfe wegen der mangelnden Disziplin. Im Ergebnis geht es den meisten schon rasch schlechter als vor der Nahrungsaufnahme.

Eine dauerhafte Gewichtsreduktion ist deshalb nur möglich, wenn man neben der Ernährung selbst auch die emotionalen Aspekte des Essens berücksichtigt. Für eine erfolgreiche Diät müssen wir also die Art und Weise ändern, wie wir mit unseren Emotionen, unserem Stress und unserer Angst umgehen.

Wie kann die Hypnose bei der Gewichtsabnahme unterstützen?

Übermäßiges Essen ist zumeist auf unverarbeitete emotionale Konflikte zurückzuführen. Diese können aus der Vergangenheit (Kindheit oder Jugend) stammen oder auch auf aktuellen Gegebenheiten beruhen. Die sogenannte auflösende Hypnose ist ein hervorragendes Instrument, um derartige emotionale Konflikte zunächst aufzudecken und anschließend aufzulösen. In der Regel verändert sich bereits hierdurch das Essverhalten derart, dass „wie automatisch“ eine spürbare und nachhaltige Gewichtsabnahme einsetzt.

Zusätzlich kann man mit einer ressourcenorientierten Suggestionshypnose das Essverhalten direkt verändern. Letzteres macht jedoch aus meiner Sicht nur dann Sinn, wenn zunächst die emotionalen Ursachen und Stressoren aufgelöst wurden bzw. diese als Ursache für das Übergewicht ausgeschlossen werden können.

Ich führe in meinen Hypnosen stets eine Kombination aus ursachenorientierter auflösender Hypnose und ressourcenorientierter Suggestionshypnose durch. Da die emotionalen Faktoren, die zu Übergewicht führen, meist sehr komplex sind, sind für die nachhaltige Behandlung von Übergewicht fast immer mehrere Sitzungen notwendig. Das Ergebnis ist dann jedoch in der Regel dauerhaft und die Veränderungen des Essverhaltens sind – anders als bei Diäten, in denen man sich bewusst zu einem bestimmten Essverhalten zwingen muss – leicht umsetzbar, da sie bei der Hypnose direkt im Unterbewusstsein verankert werden und dieses wiederum 90 % unserer Handlungen (und somit auch nachhaltig unser Essverhalten) bestimmt.

Wenn Sie weitere Informationen rund um das Thema Gewichtsreduktion durch Hypnose wünschen oder zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch vorbeikommen wollen, senden Sie mir gerne eine Kontaktanfrage!