- Therapeutische Hypnose bei
Sexuellem Missbrauch
Hilfe nach
sexuellem Missbrauch
Ich glaube, es ist das Geburtsrecht eines jeden Kindes, dass seine Sexualität in seiner eigenen Zeit und auf natürliche Weise wachsen darf.
Sexueller Missbrauch verletzt dieses Recht zutiefst.
Etwa jeder achte Erwachsene in Deutschland hat in seiner Kindheit oder Jugend sexuelle Gewalterfahrungen gemacht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht für Deutschland von rund einer Million betroffener Mädchen und Jungen aus, die sexuelle Gewalt erlebt haben oder erleben. Das bedeutet: In nahezu jeder Schulklasse sind ein bis zwei Kinder betroffen.
Die meisten Täterinnen und Täter stammen aus dem nahen sozialen Umfeld der Kinder und Jugendlichen. Dazu zählen der Freundes- und Bekanntenkreis der Familie, Nachbarschaft, Verwandtschaft – und nicht selten die eigene Familie. Dieses Nähe- und Vertrauensverhältnis wird vom Täter oder von der Täterin gezielt ausgenutzt. Kinder sind in solchen Situationen meist arglos. Sie spüren zunächst keine Gefahr und können sich daher kaum schützen.
Sexueller Missbrauch findet nicht nur im privaten Raum statt. Auch Bildungs-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, in denen sich Kinder aufhalten, können Tatorte sein.
Viele betroffene Mädchen und Jungen fühlen sich nach dem Missbrauch schuldig. Häufig schämen sie sich für das Geschehene und trauen sich nicht, darüber zu sprechen oder Hilfe zu suchen. Nicht selten werden sie von den Missbrauchenden zur Geheimhaltung verpflichtet und mit schwerwiegenden Konsequenzen bedroht. Hinzu kommt bei vielen die Angst, dass ihnen nicht geglaubt wird.
Mögliche Anzeichen
Mögliche Hinweise auf sexuellen Missbrauch können sich in unterschiedlichen Verhaltensänderungen zeigen. Dazu zählen unter anderem Ängstlichkeit, Aggressivität, Leistungsabfall, Rückzugstendenzen, Konzentrationsschwierigkeiten oder sexualisiertes Verhalten.
Auch psychosomatische Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen und Schlafstörungen können Hinweise geben. Manche Mädchen und Jungen fügen sich selbst Verletzungen zu, magern ab oder nehmen stark zu, andere konsumieren übermäßig Alkohol oder Drogen, bleiben der Schule fern oder reißen von zu Hause aus.
Mögliche langfristige Auswirkungen im Erwachsenenalter können sein:
- Gefühle der Wertlosigkeit
- Schamgefühle
- Schuldgefühle
- Wut oder unterdrückte Aggression
- Ablehnung des eigenen Körpers
- Selbstdestruktives Verhalten
- Schwierigkeiten in der Sexualität
- Partnerschaftsprobleme
- Emotionaler Rückzug
- Soziale Isolation
- Misstrauen gegenüber anderen Menschen
- Angstzustände
- Albträume
- Angstbesetzte Tagträume oder intrusive Bilder
- Schlafstörungen
- Essstörungen
- Psychosomatische Beschwerden
- Alkoholmissbrauch
- Drogenmissbrauch
- Depressive Verstimmungen oder Depressionen
- Suizidgedanken
- Suizidversuche
- ...
Gelegentlich, insbesondere, wenn es sich um zeitlich begrenzte Übergriffe handelte, haben Betroffene keine klaren oder bewussten Erinnerungen an das Erlebte. In meiner Praxis berichten sie dann oft von einem diffusen Gefühl, dass „etwas gewesen sein könnte“, verbunden mit dem Wunsch, niemandem Unrecht zu tun oder falsche Anschuldigungen zu erheben.
Traumata überwinden
Die Begleitung von Menschen nach sexuellem Missbrauch erfordert besondere fachliche Erfahrung, Sensibilität und ein hohes Maß an therapeutischer Kompetenz. Einfühlsames Vorgehen und ein gutes Vertrauensverhältnis sind für den Behandlungserfolg entscheidend.
Viele Betroffene erleben, dass ein rein kognitives oder ausschließlich sprachliches Aufarbeiten des Geschehens an Grenzen stößt. Erfolgt es zu früh oder ohne ausreichende Stabilisierung, kann es sogar als belastend empfunden werden oder re-traumatisierend wirken. Das Problem lässt sich rational, d. h. auf bewusster Ebene, nur schwer lösen. Viele der mit dem Trauma verbundenen Emotionen sind nicht bewusst zugänglich und wirken auf einer unbewussten Ebene weiter. Hypnose kann hier ein wirkungsvolles Instrument sein, um diesen inneren Prozessen behutsam zu begegnen.
Überlebende sexuellen Missbrauchs beschreiben häufig, wie sie Wege gefunden haben, sich von ihrem Körper zu trennen, wenn ihnen unangenehme Dinge passiert sind. Diese Erfahrungen der Trennung des Geistes vom Körper bezeichnet man als Dissoziation. Im Zustand der Dissoziation sind Traumata zunächst einmal deutlich leichter zu ertragen.
Das Problem bei dieser Selbstschutzmethode jedoch ist, dass sie nicht auf die Zeit des Traumas begrenzt ist. Die Entfremdung von Körper und Emotion hält unter Umständen ein Leben lang an. Vergrabene Gefühle verschwinden nicht. Betroffene können sie betäuben, aber sie sind immer noch da und tauchen im Alltag auf, scheinbar unverbunden mit der Vergangenheit. Der Schutzmechanismus, der im Moment der Tat sehr dienlich war, wird in vielerlei Hinsicht im Laufe der Zeit zum Problem.
Ein Ziel der Hypnosebehandlung ist es somit, den Menschen zu helfen, wieder mit ihren Emotionen in Kontakt zu kommen und diese schrittweise zu verarbeiten. Gefühle sind normalerweise nur von kurzer Dauer, es sei denn, sie treffen auf Widerstand und werden unterdrückt. Dann wirken sie im Unterbewusstsein dauerhaft nach.
Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Behandlung von Missbrauchsopfern ist die Verbindung mit dem inneren Kind. Es ist das innere Kind, das der Situation schutzlos ausgeliefert war und keine Möglichkeit hatte, den Missbrauch zu verhindern.
Bei meiner Arbeit als Hypnosetherapeut helfe ich Betroffenen dabei, eine Verbindung zu ihrem inneren Kind aufzubauen, und gemeinsam sorgen wir dafür, dass das innere Kind weiß, dass es niemals seine Schuld war. Dass es ein Verrat durch den Täter war und nichts mit Liebe zu tun hatte. Kinder sind sich oft sicher, dass sie etwas sehr Schlimmes getan haben müssen, um den Missbrauch herbeizuführen. Wir müssen dem inneren Kind zeigen, dass kein Kind es verdient, misshandelt zu werden.
Das Kind will gehört und getröstet werden. Das zentrale Thema ist die Schaffung einer tiefen Verbindung zwischen der betroffenen Person und ihrem inneren Kind, um dem Kind ein Gefühl von Sicherheit zu geben; vielleicht sogar ein Gefühl von Sicherheit, das es in seinem Leben noch nie erlebt hat.
Ein zentraler Schritt im Umgang mit traumatischen Erfahrungen ist die Akzeptanz dessen, was geschehen ist. Akzeptanz bedeutet, anzuerkennen, dass das Erlebte Teil der eigenen Lebensgeschichte ist und nicht rückgängig gemacht werden kann. Sie heißt ausdrücklich nicht, den Missbrauch zu relativieren, zu entschuldigen oder gutzuheißen. Vielmehr geht es darum, den inneren Kampf gegen die Realität zu beenden, um wieder mehr innere Handlungsfreiheit zu gewinnen.
Vergebung ist davon klar zu unterscheiden. Sie ist kein notwendiger Bestandteil des therapeutischen Prozesses und keine Voraussetzung für Heilung. Manche Betroffene empfinden es im Laufe ihres Weges als entlastend, einen eigenen Zugang zum Thema Vergebung zu finden. Andere können oder wollen diesen Schritt nicht gehen – und auch das ist vollkommen legitim.
Im Mittelpunkt der hypnotherapeutischen Begleitung steht nicht ein bestimmtes Ziel, das erreicht werden muss, sondern der individuelle Weg der betroffenen Person – in ihrem Tempo, mit ihren Grenzen und ihren persönlichen Bedürfnissen.
Leider wird das Thema sexueller Missbrauch noch immer viel zu häufig tabuisiert. Dabei zeigt sich immer wieder, dass eine behutsame und gezielte Aufarbeitung des Erlebten dazu beitragen kann, langfristige Belastungen zu lindern oder gar zu verhindern. Auch wenn es für viele zunächst kaum vorstellbar erscheint: Entwicklung, innere Stabilisierung und ein erfülltes Leben sind trotz der schmerzhaften Erfahrungen möglich. Mein Anliegen ist es, Überlebende sexuellen Missbrauchs auf ihrem individuellen Weg zu begleiten und sie dabei zu unterstützen, wieder mehr innere Sicherheit, Selbstbestimmung und Lebensqualität zu entwickeln.
- Dr. med Carsten Buse
- Eine häufig gestellte Frage
Was ist Hypnose?
Hypnose ist ein natürlicher Zustand erhöhter Aufmerksamkeit, bei dem sich der Fokus von außen nach innen verlagert. Man ist dabei innerlich präsent, aufmerksam und wach, bleibt jederzeit ansprechbar und bei vollem Bewusstsein.
In diesem Video erkläre ich, was unter Hypnose zu verstehen ist und wie ich sie in meiner therapeutischen Arbeit einsetze.
Wenn du darüber hinaus Fragen hast oder dich näher informieren möchtest, stehe ich dir gern über WhatsApp zur Verfügung.
- Eine häufig gestellte Frage
Was ist Hypnose?
Hypnose ist ein natürlicher Zustand erhöhter Aufmerksamkeit, bei dem sich der Fokus von außen nach innen verlagert. Man ist dabei innerlich präsent, aufmerksam und wach, bleibt jederzeit ansprechbar und bei vollem Bewusstsein.
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