- Therapeutische Hypnose bei
Ängsten und Phobien
Ängste und Phobien
Jeder von uns kennt Angst. Angst ist eine Alarmreaktion, die uns schützen soll, wenn unsere Sicherheit oder die Gesundheit bedroht ist. Sahen sich unsere Vorfahren beispielsweise einem wilden Löwen gegenüber, mahnte sie die Angst zu Vorsicht und erhöhter Aufmerksamkeit. Gleichzeitig mobilisierte sie zusätzliche Kräfte, um der Bedrohung, zumeist durch Flucht oder Kampf, zu begegnen. Ohne Angst hätten die Menschen früher nicht überleben können. Auch heute noch warnt sie uns vor möglichen Gefahren.
Angst ist zunächst einmal also ein normales und unter Umständen überlebenswichtiges Gefühl. Tritt sie jedoch immer wieder auch in ungefährlichen Situationen auf oder steht die Intensität, mit der sie erlebt wird, in keinem angemessenen Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung, kann Angst zu einem erheblichen Belastungsfaktor werden.
In der fachlichen Einordnung werden verschiedene Formen von Angst beschrieben. Man unterscheidet beispielsweise zwischen der Panikstörung, der generalisierten Angststörung und der Phobie. Die Panikstörung ist durch plötzlich auftretende Angstattacken charakterisiert, die meist aus dem Nichts heraus auftreten. Sie dauern häufig einige Minuten bis zu einer halben Stunde an.
Bei der generalisierten Angststörung nehmen Betroffene unter Umständen über Monate oder auch Jahre hinweg eine ausgeprägte innere Anspannung wahr. Auch diese Form wird meistens nicht durch spezifische Situationen oder Objekte ausgelöst. Phobische Ängste hingegen sind dadurch gekennzeichnet, dass der Betroffene vor einer klar definierten Situation oder einem bestimmten Objekt Angst hat. Zu den häufigsten Formen zählen die Angst vor bestimmten Tieren (wie Hunde, Schlangen oder Spinnen), die Platzangst, die Höhenangst und die Flugangst. Aber auch die Prüfungsangst, die Redeangst und die soziale Phobie sind weit verbreitet. Den Betroffenen ist dabei bewusst, dass ihre Furcht völlig unbegründet bzw. übertrieben ist. Trotzdem gelingt es ihnen nicht, sich von ihren Ängsten zu lösen.
Die Gänsehaut, die viele Menschen beim Anblick einer großen Spinne haben, ist keine Phobie. Erst wenn Angst das alltägliche Leben oder Beziehungen spürbar beeinträchtigt, wird sie fachlich als behandlungsbedürftiges Problem eingeordnet.
Körperliche Symptome bei Angst
- Herzklopfen
- Atemnot
- Schweißausbrüche
- Enge- oder Kloßgefühl im Hals
- Stimmversagen oder das Gefühl, keine Stimme zu haben
- Mundtrockenheit
- Zittern
- Druck oder Enge auf der Brust
- Bauchschmerzen (bei Kindern häufig)
- ...
Mögliche Begleiterscheinungen anhaltender Angst
- Schlafstörungen
- Zähneknirschen (Bruxismus)
- Kopfschmerzen oder Migräne
- Anhaltende Muskelverspannungen
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Anhaltende innere Unruhe oder Nervosität
- Selbstwertprobleme
- Verdauungsbeschwerden
- Sozialer Rückzug
- Depressive Verstimmungen
- ...
Umgang mit Ängsten und Phobien
Übermäßige Ängste können ihre Wurzeln in frühen Erfahrungen haben, auch wenn sie sich mitunter erst im Erwachsenenalter deutlich zeigen. Faktoren, die das Auftreten von Angststörungen im Erwachsenenalter begünstigen, sind:
- Ein traumatisches oder als bedrohlich erlebtes Ereignis im Kindesalter
- Angstgefühle der Eltern, die unbewusst übernommen werden
- Unsichere Bindung zu den Eltern
- Mangelnde emotionale Unterstützung
- Hoher Leistungsdruck in der Kindheit
- Eheprobleme der Eltern oder instabile familiäre Situationen
- Körperliche oder emotionale Gewalt
- Flucht- und Kriegserfahrungen
- Ein Mangel an Zuwendung, Sicherheit oder Verlässlichkeit
Ängste können jedoch auch später im Leben entstehen – ohne klar erkennbare Ursache. Häufig erfüllen sie eine unbewusste Schutzfunktion, etwa im Umgang mit inneren Konflikten oder äußeren Belastungen.
Viele Betroffene werden klassischerweise mit Verhaltenstherapie oder Medikamenten behandelt. Diese Verfahren können helfen, Symptome zu lindern und Stabilität zu fördern.
Die Hypnosetherapie setzt ergänzend dort an, wo viele Ängste ihren Ursprung haben können: auf der Ebene innerer Erfahrungen und unbewusster Prozesse. Ziel ist es, sich belastender Muster bewusst zu werden und diese im therapeutischen Prozess schrittweise zu bearbeiten.
Welche hypnotherapeutischen Ansätze dabei zum Einsatz kommen, richtet sich nach der Art und Ausprägung der Angst sowie nach der individuellen Lebensgeschichte.
In der hypnotherapeutischen Arbeit steht nicht die vollständige Auflösung von Angst im Vordergrund. Die natürliche, schützende Angstreaktion bleibt erhalten; im Fokus stehen ausschließlich übermäßige oder belastende Angstreaktionen.
Ängste und Angststörungen sind weit verbreitet und gehören zu den häufigsten Anliegen, bei denen Menschen eine hypnotherapeutische Begleitung suchen. In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, wie entlastend es für viele sein kann, Ängsten nicht nur rational, sondern auch auf einer tieferen Ebene zu begegnen.
- Dr. med Carsten Buse
- Eine häufig gestellte Frage
Was ist Hypnose?
Hypnose ist ein natürlicher Zustand erhöhter Aufmerksamkeit, bei dem sich der Fokus von außen nach innen verlagert. Man ist dabei innerlich präsent, aufmerksam und wach, bleibt jederzeit ansprechbar und bei vollem Bewusstsein.
In diesem Video erkläre ich, was unter Hypnose zu verstehen ist und wie ich sie in meiner therapeutischen Arbeit einsetze.
Wenn du darüber hinaus Fragen hast oder dich näher informieren möchtest, stehe ich dir gern über WhatsApp zur Verfügung.
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